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Erkundung

Die Weite

Auch ein großer Raum hat eine Begrenzung, doch die Weite ist grenzenlos.

Der gigantische Vogel Peng mit Flügeln von unvorstellbarer Spannweite braucht diese grenzenlose Weite, um sich entfalten zu können.

Und auch auf dem Gu-She-Berg gibt es Wesen, die die Weite genießen. Sie fahren auf den Wolken, trinken den Tau und lassen sich nicht einengen von dem, was als normal gilt.

Bei Zhuangzi heißt das: Freies Wandern. Es beschreibt eine Weise, sich jenseits fester Ziele zu bewegen und auf das zu antworten, was sich ergibt.

Zhuangzi erzählt auch von Hun Dun, dem ungeformten Zustand. Er hatte keine Öffnungen, keine Augen, keine Ohren, keinen Mund. Er ruhte in sich geschlossen.

Zwei Freunde besuchten ihn regelmäßig. Weil er ihnen stets freundlich begegnete, wollten sie ihm aus Dankbarkeit sieben Öffnungen geben, so wie alle sie haben. Als Hun Dun die letzte bekam, starb er.

Weite bedeutet auch, jemanden in seiner vermeintlichen Enge lassen zu können.

Bei Zhuangzi ist Weite eine Haltung. Sie trägt die Welt, indem sie Raum lässt auch für das Widersprüchliche, Unfertige und Fremde.

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