Der Fluss
Zhuangzi liebt es, am Fluss spazieren zu gehen und den Fischen zuzusehen, wie sie vergnügt durchs Wasser gleiten.
Der Fluss durchzieht seine Geschichten. Einmal erzählt er von einem Schwimmer, der sich nicht gegen die Strömung stemmt, sondern ihre Kraft aufnimmt und sich tragen lässt.
Und von Fischern, die ihre Netze auswerfen und sie vergessen, sobald die Fische gefangen sind.
Wie der große Fluss sich durchs Land schlängelt, gibt es auch einen Strom, der durch unser Leben zieht: Begegnungen, Ereignisse, Wendungen, Brüche.
Nichts bleibt stehen. Wer den Fluss festhalten will, bekommt am Ende nur nasse Hände.
Das Wasser findet seinen Weg. Nicht durch Härte, sondern durch Sanftheit. Nicht durch Anstrengung, sondern durch Folgen des Laufes.
Zum Schluss verliert sich der Fluss im weiten Meer, wo der Wind manchmal riesige Wellen formt.